Sonntag, 10. April 2011

Roadtrip (Part 2)

Auch wenn ich das morgen auf Arbeit sicherlich bereuen werde, muss ich doch jetzt mal hier weitermachen, da die nächsten Tage wahrscheinlich auch wieder recht stressig werden. Und ich mach auch mal direkt da weiter, wo ich letztens aufgehört hab:

Nach Coke, Aquarium und MLKJ Denkmal gings also zurück zum Auto und dann in Richtung zweites Hotel. Trotz eines Sterns weniger als das Hyatt in der Nacht zuvor stellte sich heraus, dass das Zimmer um Längen besser war und sogar das Frühstück im Preis mit drin war :)

Auch Amerikaner habns erkannt - auch wenn ihre Definition von Bier noch fragwürdig ist

nettes Hotelzimmer :)
 Am Abend sind wir dann zur Feier des Tages (ja - mein Geburtstag ist noch immer nicht zu Ende :P) noch in ein Restaurant gegangen: Ganz untypisch Amerika: ein Salatbuffet (ja das gibts hier ;), wobei ich gestehen muss, dass es immernoch das einzige ist, das ich im ganzen Land bisher gefunden habe).

Am nächsten Morgen gings dann nach leckerem Frühstück wieder auf Achse - zunächst zum Stone Mountain State Park. Leider wollte das Wetter an diesem Vormittag nicht so recht mitspielen, aber immerhin hats nicht geregnet. Die relativ niedrigen Temperaturen gepaart mit der dichten Wolkendecke hatten außerdem zur Folge, dass niemand die normalerweise fälligen 10 Dollar Eintritt in den Park einsammeln wollte - wenigstens was ;)

Stone Mountain ist vom Prinzip her ein recht großes Steinchen, dass es irgendwie geschafft hat mitten in einer riesigen Ebene zu liegen. Sieht so ein bisschen aus wie der Uluru von Georgia, wenn auch weniger rot ;) Da unrote, undekorierte Monolithen an sich aber als ziemlich uncool gelten (hier nicht anders als in Europa) hat man sich hier dafür entschieden, ein Jahrzehnt lang am Felsen rumzuschleifen bis das rausgekommen ist:
Relief am Stone Mountain in der Nähe von Atlanta

zum Vergleich mal die Gesamtgröße des "Steins"

unser Weg auf den Stein

Roland über Georgia
 Das Relief wurde übrigens vom selben Typen geschnitzt, der auch Mount Rushmore und Crazy Horse gecarvt hat. Scheint also irgendwas durch die Größe seiner Werke ausgleichen zu wollen;)

Trotz widrigen Wetterbedingung (kalt, wolkig, windig, eklig) haben Roland uns ich brav den Berg hoch gekämpft und die begrenzte Aussicht genossen. Aber keine Angst - auch dem Durchschnitts-Ami wird dieses Vergnügen nicht verwehrt: Für die ca. 150 Höhenmeter wurde eine schöne große Seilbahn angelegt, damit man sich nicht zu viel bewegen muss.
Nach dem Abstieg ging es dann in Richtung Ozean zu unserem eigentlichen Tagesziel: Savannah.
Netter Zwischenstopp unterwegs
Nach ca. 4h "on the road" trafen wir dann auch dort ein und wurden mit schönerem Wetter überrascht :) Aber auch Savannah selbst war eine recht positive "Überraschung". Natürlich wussten wir, dass es schön sein soll, aber für mich war es echt eine der schönsten Städte, die ich in den USA bisher gesehen habe (Neben Key West (siehe Oktober) und Beaufort (nächster Blogeintrag)). Hat ein supernettes Flair, viele kleine Parks, schöne Südstaatenhäuser und jede Menge Grünzeug. Direkt beim Reinfahren ins Stadtzentrum fanden wir einen Parkplatz, der praktischerweise für dieses Wochenende gebührenfrei war und von dem aus man bequem die Stadt erkunden konnte. Aber hier lasse ich wohl mal wieder die Bilder sprechen - die sagen da glaube ich mehr als ich ;)





Von diesen kleinen quadratischen Parks gibts insgesamt 22 und jeder ist ein bisschen anders :)


Für die Architekten unter euch (ja Daniel - du bist gemeint)

Für die Verkehrler unter euch :)

Savannah Ocean Front - auch wenn die Häuser ein wenig heruntergekommen aussehen hat es doch nen gewissen Flair

Östliche Buchtstraße, Hausnummern 200-300... Was daran besonders ist? Woher soll ich das wissen?





Nach ausgiebigem Stadtrundgang wurden wir dann von der Dunkelheit zum Auto zurück getrieben und fanden dann auf dem Weg zu unserem Motel noch ein ziemlich cooles, lateinamerikanisch angehauchtes Restaurant (nein... nicht Taco Bell), bevor wir dann endgültig zu unserem Drecksloch - oh, Entschuldigung - "Motel" fuhren. Die Unterkunft war alles andere als angenehm. Als wir kurz nach dem einchecken beim Empfang anmerkten, dass unser Zimmer extrem nach Chlor riecht wurden wir kurzerhand in ein Zimmer verfrachtet, in dem die letzten 20 Jahre jemand ununterbrochen geraucht haben muss. Da  wir ja aber nur die eine Nacht dort gebucht hatten ließen wir es darauf beruhen und gingen nach einer Runde Hangover gucken pennen.

Und leider muss ich hier schon wieder ne Pause einschieben, da ich in gut 4 Stündchen wieder raus muss. Mein blödes Internet braucht 7-8 Minuten um ein Bild hochzuladen und während des Hochladens kann ich nichts bearbeiten. Und da ich Blog ohne Bilder doof finde, vertage ich den Rest der Reise lieber nochmal. Nächstes mal dann also über unsere Aufenthalte im Hunting Island State Park, Beaufort, Charleston, Raleigh und NY (hoffentlich).

Bis dahin liebe Grüße in die Heimat bzw. dahin wo ihr grad seid :)

Dienstag, 29. März 2011

Roadtrip durch den Südosten und Ausflug nach NY (Part I)

Und schon wieder hab ich überzogen - aber immerhin hats diesmal keine 3 Monate gedauert :P

Eine kleine Warnung: dies ist ein langer Eintrag - große Entwarnung: es gibt viel zu gucken und weniger zu lesen;)

Wie im letzten Post schon angekündigt gehts diesmal um meinen wohlverdienten *hüstel* Urlaub mit Roland. Manch einer von euch kennt ja Roland schon, für den Rest: das isser ;)

ach nein, halt - das war jemand anders
Da haben wir ihn und zwar im Centennial Olympia Park in Atlanta
Der/ Die ein oder andere hat ja wahrscheinlich auch schon mitbekommen, dass Roland mich ab 1. März für ein Weilchen besucht hat. Pünktlich am Wochenende vor Rolands Ankunft (Dienstag Abend) habe ich mir ne schöne, kräftige Erkältung eingefangen, die mich eine Woche lang noch richtig verfolgt hat und rechtzeitig zum erneuten Arbeitsantritt in der darauffolgenden Woche wieder verflogen war. Der ordentliche Praktikant wird halt brav zum Urlaub krank =/
"Praktischerweise" hatte es Roland während seines Aufenthalts in Boston auch gut erwischt, was zur Folge hatte, dass wir uns in der ersten Woche hauptsächlich niesend und durch diverse Hustlaute verständigt haben. Hat aber ganz gut geklappt :P

Aber gut - jetzt mal zu den angenehmen Seiten, die ja doch die überwiegende Mehrheit des Trips ausmachen:
Roland kam also pünktlich Dienstagabend in Raleigh an und wir sind vom Flughafen erst zum ungesunden Essen (Chargrill - Burgerkunst vom Feinsten :)) und dann zum coolerweise stattfindenden Hurricanes-Spiel. Man glaube es kaum, aber die Canes haben das Spiel gewonnen, was meine Gewinnquote von 0 auf über 10% gesteigert hat!! Unfasslich!

Nach diesem unwahrscheinlichsten aller Ereignisse gings noch kurz zu Walmart (es lebe 24/7) und danach gabs noch das ein oder andere Bierchen mit Scott im Hotel. Entgegen unserem Plan zeitig ins Bett zu kommen, wurde es dann doch recht spät. Am nächsten Morgen gings dann früh los, da uns am Abend ein NBA-Spiel in Atlanta erwartete und Google Maps für dieses kleine Stückchen (auf der Karte) in den Nachbarstaat 6 Stunden veranschlagt (dummerweise nahezu zu Recht). Auf dem Weg von North Carolinas Hauptstadt zu Georgias Hauptstadt gibts nicht viel zu sehen - außer Amerikas 2. größtes Finanzzentrum nach New York und gleichzeitig größte Stadt NC's: Charlotte. Wenn schon unsere Gesundheit nicht mitgespielt hat, wurden wir doch dafür mit genialem Wetter und einer schicken Skyline entschädigt:

Vor dem Aufbruch - und schon schönes Wetter :)

Typischer Ausblick zwischen Raleigh und Charlotte -mit mal mehr und mal weniger Wald

Zwischenstation in Charlotte

Nette, moderne Skyline vor strahlend blauem Himmel

Banken, Banken, Banken

Banken, Banken, Kirche (möglicherweise Bank, getarnt als Kirche)

  
Schon beeindruckend - und im Vergleich zu den meisten anderen amerikanischen Großstädten, die ich bisher gesehen habe, sieht in Charlotte fast alles so aus, als wärs gestern gebaut worden
Nach einem guten Stündchen in Charlotte machten wir uns auf die letzten 2/3 unserer Tagesetappe und am frühen Abend kamen wir dann in der Heimatstadt von Coke an.

Da wir dummerweise beide Übernachtungen in Atlanta für unsere erste Nacht dort gebucht hatten (mein Verschulden) und sich über die Kundenhotline unserer Buchungsseite nix klären ließ, fuhren wir erst zu einem der beide Hotels und verschoben die dort gemachte Buchung auf die nächste Nacht (was dank freunlicher Managerin kein Problem war). Danach machten wir uns auf den Weg zu unserer eigentlichen Absteige für diese Nacht:

Das Zimmer selbst war eher mittel und die Aussicht begrenzt - aber die Lobby ist schon ziemlich edel ;)

Wie gesagt: begrenzte Aussicht
Feierabendverkehr in Atlanta
Nachdem wir eingecheckt hatten machten wir uns direkt auf den Weg zur Philipsarena, um das Spiel der Atlanta Falken gegen die Bullen aus Chicago nicht zu verpassen. Obwohl wir glaube ich ein ganzes Weilchen zu spät waren, hatte das Spiel noch nicht angefangen, was ich einfach mal als höfliche Geste der Atlantarianer anerkenne :) Das Spiel war dann auch recht gut, wobei ich gestehen muss, dass ich nach dem doch recht langen Tag hinterm Steuer eine erhöhte Schwerkraftwirkung im Augenbereich feststellte. Die Hawks lagen das ganze Spiel über mal mehr und mal weniger deutlich zurück. Als sie am Ende jedoch plötzlich an den Bulls vorbeizogen wurde ich von den Fans unsanft aus meinem Fast-Schlummer gerissen und wurde sogar fast nochmal "wach". Zur Stimmung siehe:




Chicago Bulls gegen Atlanta Hawks - knappe Kiste und geile Stimmung, zumindest am Ende

Der Ausgang der Philips-Arena liegt praktischerweise im CNN-Center, sodass wir direkt noch die Zentrale des Nachrichtengiganten begucken konnten


Am nächsten Tag (mein Geburtstag) wurde ich zunächst von Roland mit Geschenken überhäuft (kein Witz - gab 3 Pakete :)). Dann machten wir uns auf den Weg und erkundeten zunächst die Umgebung um das Hotel und den nahebei gelegenen Centenniel Olympic Park, neben welchem sich auch direkt die Coca-Cola-World und das Georgia-Aquarium befinden.

Geburtstagstisch mit Geburtstagspaul - leider hatte ich hier mein neu erlangtes "Duff-Shirt" noch nicht angezogen
CNN Building von außen mit einem Teil des Centennial Olympic Park
Blick vom Centennial Olympic Park auf Atlantas Downtown
Die World of Coca Cola (no Pepsi allowed inside the building)
Nach unserer kleinen Wanderungen holten wir uns Kombo-Tickets für die Coke-Welt und das Aquarium und fingen nach langen Verhandlungen mit Cola an. Joa - dazu lässt sich sagen: kann man gesehen haben, muss man aber nicht ;) Ist alles in allem eine große Werbehalle für das amerikanische Nationalgetränk. Nach nem Stündchen waren wir dann auch mehr oder weniger durch und machten uns auf den Weg zum weltgrößten Aquarium (ca. 27,3 Meter entfernt und keine Förderbänder oder so, damit man nicht laufen muss... schon dreist eigentlich =P). Hier ein paar Bilder von innen:

Jaja - die gute alte Glücklichkeitsfabrik
Cola aus aller Welt und sehr groß

Zugegebener Maßen: ziemlich groß
netter Glastunnel
Internationales Bild des schlechten Wortspiels: Einfach hammer, der Hai - Hammer- und Walhai
Beeindruckende Glaswand mit jeder Menge Meeresgetier
Insgesamt war auch das Aquarium eine leichte Enttäuschung, aber alles in allem schon sehenswert. Nachdem wir wieder aus dem Aquarium raus waren, beschlossen wir noch zum Martin Luther King Jr. Memorial zu laufen. Dabei kamen wir auch durch ein paar schäbigere Bezirke der Stadt, wo man nicht im Dunkeln durchlaufen möchte :P 
Der Memorial-Komplex selbst besteht aus einem Museum, dem Geburtshaus und der Grabstätte von Herrn König:
das Museum

das Geburtshaus

und keine 200m entfernt: Der Grabkomplex
Tourist am MLKJ Grab
     
und schließlich: das Grab




Danach liefen wir zurück nach Downtown und holten unser Auto ab, um uns auf den Weg zu unserer 2. Unterkunft in Atlanta zu machen, die diesmal allerdings nicht im Stadtzentrum lag. Hier mache ich jetzt allerdings erstmal nen Break, da ich in 5,5h aufstehen muss.


Ich gelobe aber baldige Fortsetzung;)
Viele Grüße aus Barrackanien

Montag, 21. März 2011

Lebenszeichen

Jaja - lang ists her...

Und nachdem sich jetzt schon mehrfach Leute (völlig zu Recht) beschwert haben, dass ich nix mehr schreibe, versuche ich doch jetzt mal die Ereignisse der letzten 3 Monate zusammenzufassen. (Nebenbei - danke an diejenigen die mir diesbezüglich in den Hintern getreten haben :P)

Auch wenn die meisten Wochen während der letzten Zeit mehr oder weniger "Alltag" waren (mit Ausnahme der 2 Wochen um meinen Geburtstag - aber dazu werd ich versuchen in den nächsten Tagen einen extra Eintrag zu schreiben), fällt in 3 Monaten doch schon so einiges an.

Arbeitsmäßig ist nicht viel aufregendes passiert - meine Tätigkeiten schwanken hauptsächlich von ziemlich bis sehr langweilig, aber vor einer Woche habe ich nochmal ein etwas interessanteres Projekt erhalten, in dem ich unsere Lagerhaltuungspolitik mal genauer unter die Lupe nehmen soll. Mit den Kollegen läuft weiterhin alles super und alle sind megafreundlich.

In einer normalen Woche passiert meist nicht allzu viel aufregendes - meist bin ich gegen 5 zu Hause und erledige allen möglichen Kram der halt so anfällt, chatte ein wenig solange in Dtl. noch wer wach ist und geh je nach Wetter entweder joggen oder ins Gym. Am Wochenende gehen Scott und ich abends meist nach Downtown und treffen ein paar Kollegen und deren Freunde und nehmen dann meist nach ein paar Bars mal mehr, mal weniger betrunken ein Taxi zurück;)



Aber nun zu den etwas außergewöhnlicheren Events (für die zeitliche Reihenfolge kann ich allerdings keine Garantie mehr übernehmen;)):

Zunächst mal: Der Winter in NC ist nicht wie in anderen Teilen der Welt. Hier ist diesen Winter an ca. 5 Tagen die Schule ausgefallen, weil es evtl. schneien könnte. Weil es hier nur 2-3 Mal pro Winter schneit, ist hier, wenn es denn dann so weit ist, gleich Ausnahmezustand angesagt. Das liegt zum Teil daran, dass sie hier keine Räumfahrzeuge haben (bzw. nur sehr spärlich) und dass es hier zu, zugegebenermaßen ziemlich gefährlichem, Black-Ice kommen kann. Fairerweise muss man aber auch erwähnen, dass Amerikaner sowieso bereits ohne Eis und Schnee die mit Abstand schlechtesten Autofahrer sind, die ich je gesehen habe. Aber das ist hier egal - das machen sie durch entsprechende Auto-Größe und ständiges telefonieren am Steuer wieder wett (super Kombination :P). Naja - bisher haben Scott und ich überlebt und hoffen, dass wir auch den letzten Monat noch heile überstehen.

Wo wir gerade beim Autofahren sind: Ich muss alle 2 Monate zu meiner Autovermietung und mein Auto tauschen (zwecks Ölwechsel) und entweder habe ich Glück oder es gibt nen Stammkunden-Bonus, aber man erkennt so eine gewisse Steigerung im Fahrzeugwert (dummerweise auch im Spritverbrauch - aber man kann ja nicht alles haben :P).
1. Toyota Camry

2. Chevy Malibu

3. Dodge Charger (auch wenn ich den auf dem Foto gleich am nächsten Tag gegen das selbe Modell, nur in schwarz und mit Florida statt NY-Kennzeichen, eintauschen musste, weil er komische Geräusche beim Fahren gemacht hat)
Schade, dass der Dodge jetzt mein letzter ist ;)

Aber zurück zum Thema:
Was ist mir im Winter so passiert? Auch wenn es merkwürdig ist Ende März noch über Weihnachten zu berichten, will ich es der Vollständigkeit halber trotzdem kurz mit erzählen.

Da Scott über die Feiertage zurück nach Kanada geflogen ist und ich somit hier ganz allein war (*schniff*) hat mich meine Chefin am 23.12 zu einem Hurricanes-Spiel eingeladen, zu welchem sie mit ihrem Mann und unserer HR-Managerin gegangen ist. Das war glaube ich mein 4. Hurricanes-Spiel in der Arena. Dass es mit einer Niederlage endete brauche ich denke ich nicht zu erwähnen :P
Allerdings lohnt schon fast alleine die Kleine, die die Nationalhymne trällert den Eintritt - da wird man ja fast traurig, dass man kein Amerikaner ist:

http://www.youtube.com/watch?v=KD1PEDS_inA


Den deutschen Heiligen Abend habe ich im Hotel damit verbracht mit meiner Familie zu skypen. Am eigentlichen Weihnachtstag hier, dem 25., war ich dann bei Brian und Laura eingeladen - einem Kollegen und seiner Freundin, mit denen wir auch immer zum Hockey gehen. War ein super netter Tag mit ziemlich guten Essen (Laura ist begnadete Köchin). Als ich abends gegen 10 wieder im Hotel ankam war es schon kräftig am schneeregnen und am nächsten Morgen war alles weiß, sodass man mit 2 zugedrückten Augen noch von weißer Weihnacht sprechen kann :D

Brians (Neighbor-)Hood

Das bestgeschmückte Haus in der Gegend

Ein paar Kollegen und ich beim Lunch am 31.12 - bei ungefähr 18 Grad

Die anschließende Woche auf Arbeit war wohl die ödeste, die ich überhaupt hatte, da irgendwie keiner motiviert war irgendwas zu machen und man mehr oder weniger seine Zeit abgesessen hat.

Am 31. abends bin ich dann zu Erik (einem Ex-Kollegen, der jetzt in einer anderen Division im gleichen Gebäude arbeitet) gefahren, um mit ihm und einigen weiteren Freunden ins Neue Jahr zu feiern, was wir dann auch getan haben. Allerdings war der eigentliche Moment recht unspektakulär, da hier niemand selbst Feuerwerk macht. Ansonsten war es aber ein sehr lustiger Abend auch wieder gutem Essen und fast noch besseren Getränken;)

Erik (offenbar bereits schläfrig) in seinem bescheidenen Hüttchen
Ich hab dann noch das ganze Wochenende bei Erik verbracht, was dann aber zum Großteil mit rumhängen ausgefüllt war :)

Der Januar war dann weitesgehend "alltagisch" - nur am Wochenende um den 28.1. war Raleigh im Hockeyfieber, da das NHL-Allstar-Game hier stattfand. Für 140$ für die günstigsten Tickets waren uns die Preise allerdings etwas zu hoch, sodass wir uns stattdessen auf unserem weg in die Bar auf die Fanmeile begaben (praktischerweise war die direkt in einem der Ausgehviertel:)) Wir waren recht spät da, aber haben trotzdem noch eine Vorführung von Olympiasiegern im Trampolinspringen und ein 20 minütiges Feuerwerk gesehen. Was genau Trampolinspringen jedoch mit Hockey zu tun hat, ist mir auch dort nicht ganz klar geworden - cool wars trotzdem.


Zu den normalen Hockeyspielen bin ich weiterhin gegangen. Zwischendurch konnte ich eine sensationelle 7 Spiele/7Niederlagen-Bilanz aufweisen, die in keinerlei Verhältnis zur Gesamtbilanz der Canes steht. Erst Roland brachte am 1. März im 8. Spiel die Erlösung - finally. Aber zur Geschichte mit Roland gibts nen extra Post - das würde sonst den Rahmen sprengen.

Anfang Februar wurden Scott und ich von Brian und Laura zu einem NC State Spiel eingeladen (College Basketball), weil sie 4 Freikarten für die Athletic Directors Suite hatten - sweet :) War mein 2. NC State Game und der 2. Sieg den ich gesehen habe. Hat ihnen trotzdem nicht geholfen, da sie es in keines der großen Turniere geschafft haben.

Mit lecker Essen und - falls man keine Lust mehr hat das Spiel live zu sehen: dreh dich einfach um und gucks im Fernsehen!


Noch vor dem Spiel - die Arena war auch bei dem Spiel wieder fast voll

Über den Februar hatten wir noch Lidia, eine Praktikantin aus Deutschland, hier, die für 6 Wochen in der Personalabteilung mitgearbeitet hat. Vor 2 Wochen ist sie fertig geworden und anschließend noch mit ihrem Freund nach Miami und NY geflogen. Supernettes Mädel, wobei ich sagen muss, dass ich ein Auslandspraktikum für 6 Wochen für nicht allzu sinnvoll halte - aber das muss ja jeder selber wissen. Jetzt sind Scott und ich wieder "unter uns", zumindest bis 1.4. Dann kommt Jochen, auch aus Deutschland für 6 Monate zum Praktikum her - bin mal gespannt.

Vergangenes Wochenende war mal wieder ganz nett: Ich bin Samstag am frühen Abend wieder zu Erik gefahren (seit geraumer Zeit schon mal wieder vor gehabt). Als ich ankam waren er, und seine beiden Mitbewohner allerdings bei Nachbarn eingeladen, die sie an diesem Tag auch zum ersten Mal getroffen hatten (Erik ist erst Ende Dezember in sein neues Haus gezogen).Ich wurde also kurzerhand mit eingeladen und durfte die recht angeheiterte Nachbarschaft kennenlernen:) Wie sich herausstellte wollten Jeff, der Gastgeber, und Fernando, einer der Gäste, am nächsten Tag eine Mountainbike-Tour unternehmen und sie fragten mich, ob ich nicht mitkommen wöllte - Equipment hätte er alles da. Ich also kurzerhand zugesagt und am nächsten "Morgen" nach gutem Frühstück um 11 bei Jeff angetanzt. Nach 10 war ich mit besserem Fahrrad-Equipment ausgestattet als ich je hatte und wir schwangen uns auf die Rädels. Wie sich schnell herausstellte war der Trail, den die drei gewöhnlich einmal die Woche fahren, doch etwas anspruchsvoller als von mir vermutet. Ich hatte mit irgendwas in der Richtung Waldweg oder ein bisschen schwerer gerechnet, aber fand mich recht schnell auch einem wurzlig-steinigen, 20cm breiten Trail mit ab und an mordsmäßigen Baumstämmen im Weg. An sich macht mir sowas echt Spaß - aber das erste Stück war schon ziemlich heftig (war auch das anspruchsvollste) und habe mich bei 2 Stämmen auch schön hingelegt, allerdings ohne mir größere Schäden zuzuziehen (hoffe ich - Schulter tut noch bisschen weh :P) Auf jeden Fall wurde es dann ab der Hälfte besser, da ich mich dann ans Rad, die Klickpedale und den Untergrund gewöhnt hatte, und hat dann sogar richtig Spaß gemacht. Tat echt gut mal wieder im Sattel zu sitzen:)

Kleine äußere Kriegsverletzungen ;) Zumindest ist DAS Bein noch dran :P


Insgesamt haben wir uns ca. 1,5 Stündchen und 13 Meilen durchs Unterholz geschlagen. Danach war eigentlich geplant, dass ich mit Erik noch eine Runde auf seiner voll customizeden Harley drehe, aber er war leider zu fertig, weil er den ganzen Tag seinen Yard vom Laub befreit hat. Wie auch immer - das Thema ist noch nicht vom Tisch und ich hoffe das wird noch was bevor ich in nem knappem Monat abhaue.

So, ich komm jetzt mal langsam zum Ende - zum Schluss noch kurz der Wetterbericht, der spricht ja für sich: :)

Man beachte, dass das Foto nachts halb 12 gemacht wurde und deswegen grade nur 12 Grad sind;)
Wie schon oben erwähnt: Meinen 10-tägigen Ausflug mit Roland werd ich in einem separaten Posting verpacken, das hoffentlich noch diese Woche folgen wird.

Nochmals sorry an diejenigen, die immer fleißig geschaut haben, ob es hier Neuigkeiten gibt und jedes Mal aufs neue enttäuscht wurden: Ihr habt ein Bier (oder was in der Richtung) bei mir gut.

Damit verabschiede ich mich jetzt ins Bett und wünsch euch allen noch ne schöne Woche.

Liebe Grüße aus dem sommerlichen Raleigh

Euer Paul