Samstag, 9. Oktober 2010

Die Everglades und das Oktoberfest

Hallo mal wieder,

heute gibts die Erlebnisse vom Donnerstag nachgeliefert: Unserer Fahrt in die Everglades.

Auch in die Everglades fährt man zunächst eine gute Stunde durchs südliche Miami, wo sich ein Fast-Food-Laden an den anderen reiht (gleiche Strecke wie nach Key West). Nachdem wir diesen Part hinter uns gelassen hatten, waren wir so gut wie allein auf der Straße: zum Nationalpark will anscheinend kaum jemand und wenn doch werden meist Pseudo-Everglades Bus-Touren gebucht, die einen zu einer Alligatorfarm 5 Meilen vorm Eingang des Parkes bringen, wo man eine Alligatorshow und eine Airboat-Tour geboten kriegt.

Der eigentliche Nationalpark war also wie gesagt relativ leer und auf den vielen kurzen Wanderwegen (meist weniger als 1km) kamen einem oft nur 2-3 Personen entgegen. Martin und ich absolvierten ca. 5 dieser Wege in unterschiedlichen Vegetationsformen und wir wurden glücklicherweise nur beim ersten Weg von Mücken genervt, danach den ganzen Tag nicht mehr =) Vielleicht schmecken Europäer (oder speziell wir) einfach nicht. Auf unserer zweiten "Wanderung" bekamen wir jedoch allerlei anderes Viehzeug zu Gesicht: Lustige Vögel, ein paar Monstergrashüpfer, eine Monsterlibelle und einen faulen Alligator direkt vor einem der Aussichtspunkte.

Lustiger, absolut nicht scheuer Vogel (rechts)

Lustiger Vogel, bei dem eindeutig die Tarnung versagt hat

fauler Alligator


Wir arbeiteten uns mit unserem Wägelchen bis ca. um 4 bis nach Flamingo vor. Flamingo ist das Ende der Straße und eigentlich nur ein kleiner Hafen von dem aus Bootstouren angeboten und Kajaks verliehen werden. Aus Ermangelung sinnvoller Alternativen entschieden wir uns die Bootstour (obwohl gnadenlos überteuert) mit zu machen, da man uns Chancen auf Krokodile, Alligatoren, Manatis und evtl. sogar Delfine versprach. Zu sehen gabs letzendlich nur 2 der ca. 2000 Krokodile und einen weiteren der 400.000 (? bin nicht mehr ganz sicher) Alligatoren im Park. Die Manatis haben sich leider nicht blicken lassen. Aber landschaftlich hat die Fahrt einem schon ein paar schöne Eckchen gezeigt, an die man sonst nicht kommen würde - von daher hat sie sich schon irgendwie gelohnt;)

Krokodile

Alligator

Nach Ende der Bootstour machten wir uns auf den Weg zurück nach Miami, legten aber noch einen Stop bei besagter Allgatorfarm ein, um eine der Airboattouren mit zu machen. Die war dann auch recht cool und führte durch einen Teil des "Sea of grass". Neben gebotener Action wie 360° Drehungen bei Geschwindigkeiten um 50km/h haben wir auch noch ein paar wild lebende Alligatoren ausmachen können.

Danach gings aber wirklich zurück nach Miami, wo wir uns eigentlich mit Juliann (aus der Tauchschule) zum Oktoberfest in Coral Gables, einer Stadt im südlichen Greater Miami, treffen wollten (zum Thema Stadt im Großraum Miami: man erkennt hier nicht, wann man die eine Stadt verlässt und in die andere fährt - es ist eigentlich eher eine einzige Metropole, aber offiziell sinds eigenständige Städte). Leider war Juliann dann kurzfristig verhindert, sodass Martin und ich nach erfolgter Wegbeschreibung allein unseren Weg Richtung deutschem "Kulturgut" einschlugen. Das Fest selbst war relativ klein und wurde von Österreichern betrieben (aber zumindest die Tischdecken waren bayrisch =P). Da wir ja noch unseren Weg zurück zum Hostel durch halb Miami fahren mussten, gönnten wir uns vorbildlicherweise jeder nur ein 0,4er Light-Bier. Mit 5$ sind die Preise jedoch ziemlich oktoberfestgetreu übernommen worden. Zu trinken gabs übrigens Warsteiner - stand zumindest drauf - und Musik wurde von einer Ösi-Band gemacht;)


Insgesamt ein lustiger, wenn auch kurzer, Ausflug zu unserem ersten Oktoberfest überhaupt ;)

Am Freitag gings dann auf Richtung Norden nach Daytona Beach, doch davon dann nächstes Mal mehr.

Liebe Grüße aus Florida

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